Wer Service Management ernst nimmt, denkt nicht nur über Prozesse, Automatisierung und Benutzerfreundlichkeit nach. Mindestens genauso wichtig ist die Frage: Was passiert eigentlich, wenn etwas schiefgeht? Stromausfälle, Netzwerkausfälle oder größere Infrastrukturprobleme können jederzeit auftreten. Entscheidend ist deshalb, wie gut ein System darauf vorbereitet ist.
Bei Xurrent ist das Thema Disaster Recovery und Notfallwiederherstellung fest in der Plattformarchitektur verankert. Ziel ist klar: Auch im Ernstfall sollen Services verfügbar bleiben und Daten sicher sein.
Verteilte Datenhaltung über mehrere Standorte
Kundendaten werden bei Xurrent nicht an einem einzelnen Ort gespeichert. Stattdessen werden sie logisch über mehrere physische Standorte innerhalb der gewählten Region verteilt.
Für Kunden aus der DACH-Region bedeutet das konkret:
Die Produktionsumgebung läuft in Irland (Dublin), während ein Backup-Standort in Deutschland (Frankfurt) bereitsteht.
Durch diese geografische Trennung sind die Services gegen typische standortbezogene Risiken abgesichert – etwa:
- Ausfälle der Netzwerkanbindung
- Probleme mit der Stromversorgung
- Infrastrukturstörungen in einem Rechenzentrum
- andere lokale Katastrophenszenarien
Produktive Transaktionen werden kontinuierlich zwischen diesen Standorten repliziert. Dadurch kann der Service auch bei einem schwerwiegenden Vorfall an einem Standort weiter betrieben werden.
Automatische Wiederherstellung im Notfall
Tritt tatsächlich ein Notfall ein, greift ein automatisierter Kontinuitätsmechanismus. Der Service wird innerhalb von etwa fünf Minuten automatisch am Ausweichstandort wiederhergestellt. Für Kunden bedeutet das: Es ist kein Eingreifen der eigenen Organisation notwendig.
In dem sehr seltenen Fall, dass auch der Ausweichstandort betroffen sein sollte, erfolgt eine manuelle Wiederherstellung an einem anderen Standort innerhalb von maximal 48 Stunden.
Klare Zielwerte für Wiederherstellung
Um Transparenz zu schaffen, arbeitet Xurrent mit klar definierten Zielwerten:
- Recovery Time Objective (RTO):
Die maximale Zeitspanne, innerhalb derer der Service nach einem Notfall wieder verfügbar sein muss, beträgt 48 Stunden. - Recovery Point Objective (RPO):
Der maximal mögliche Datenverlustzeitraum beträgt 12 Stunden.
Diese Werte definieren die Rahmenbedingungen für die Wiederherstellung und stellen sicher, dass Organisationen ihre Geschäftsprozesse auch im Ausnahmefall zuverlässig fortführen können.
Mehrstufige Backup-Strategie
Zusätzlich zur Standortreplikation verfolgt Xurrent eine umfassende Backup-Strategie:
- tägliche Sicherungen der Datenbanken
- wöchentliche Backups
- Speicherung innerhalb der primären Betriebsregion der gewählten Kundengeografie
Damit die Sicherungen nicht nur existieren, sondern im Ernstfall auch funktionieren, führt Xurrent alle sechs Monate Wiederherstellungstests durch. Dabei wird überprüft, ob sich die Backups vollständig und korrekt zurückspielen lassen.
Sicherheit, die im Hintergrund arbeitet
Die meisten Nutzer merken von all dem im Alltag nichts – und genau so soll es sein. Disaster Recovery ist kein Feature, das man aktiv bedient, sondern eine Sicherheitsarchitektur, die im Hintergrund dafür sorgt, dass Services stabil bleiben.
Für Organisationen bedeutet das vor allem eines: Planbare Verfügbarkeit und zuverlässiger Schutz der eigenen Daten, auch wenn unerwartete Ereignisse eintreten.
Denn gutes Service Management endet nicht bei funktionierenden Prozessen – es sorgt auch dafür, dass sie im Ernstfall weiterlaufen.
Service Management, das auch im Ernstfall funktioniert




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