Warum die Request for Information Kategorie in ITSM-Tools oft unterschätzt wird und wie sie Ihre Servicequalität steigert
Was ist ein RFI im Service Management?
Ein Request for Information (RFI) ist im Service Management eine Auskunftsanfrage. Der Endanwender möchte weder eine Störung melden noch einen neuen Service bestellen – er benötigt schlicht eine Information.
Typische Beispiele sind etwa:
- Welche Software ist auf meinem Laptop lizenziert?
- Wann läuft mein Zertifikat ab?
- Welche Backup-Intervalle gelten für meinen Fileserver?
Der entscheidende Unterschied zu anderen Anfragearten: Es geht nicht um eine Änderung oder Reparatur, sondern um Wissen.
Warum die klare Trennung wichtig ist
In vielen Organisationen landen solche Fragen im gleichen Tickettyp wie Störungen oder Service Requests. Das klingt zunächst unproblematisch, führt in der Praxis jedoch häufig zu unnötigen Komplikationen.
Wenn Auskunftsanfragen nicht klar getrennt sind, entstehen schnell Probleme:
SLAs passen nicht zur Anfrage, Tickets werden falsch priorisiert und Support-Teams verschwenden Zeit mit unnötigen Eskalationen.
Mit einer eigenen RFI-Kategorie lässt sich das deutlich besser steuern. Unternehmen können:
- Anfragen gezielt an die richtigen Teams routen
- Auswerten, welche Informationen besonders häufig benötigt werden
- Wiederkehrende Fragen schneller in eine Knowledge Base überführen
Damit wird aus einer einfachen Anfrage eine wertvolle Quelle für Verbesserungen im Service.
Beispiele aus der Praxis
RFIs treten in fast allen Servicebereichen auf – nicht nur in der IT.
Typische Beispiele sind:
IT
Wie lautet die aktuelle IP-Adresse meines Testservers?
HR
Welche Regeln gelten für mobiles Arbeiten im Ausland?
Facility Management
Wann findet die nächste Brandschutzübung im Gebäude B statt?
Solche Anfragen liefern wichtige Hinweise darauf, welche Informationen Anwender regelmäßig benötigen. Wenn diese Fragen häufiger auftreten, lohnt es sich, die Antworten proaktiv in einer Wissensdatenbank oder im Serviceportal bereitzustellen.
Best Practices für die RFI-Bearbeitung
Damit RFIs effizient bearbeitet werden können, haben sich einige einfache Best Practices bewährt.
Schnelligkeit zählt
Eine Auskunftsanfrage sollte deutlich schneller beantwortet werden als ein komplexer Service Request. Anwender erwarten hier eine kurze, klare Antwort.
Wissensdokumentation nutzen
Wenn die Information bereits in der Knowledge Base vorhanden ist, reicht oft ein Verweis auf den entsprechenden Artikel. Das spart Zeit und stärkt gleichzeitig die Nutzung der Wissensplattform.
Standardformulare verwenden
Einheitliche Eingabefelder helfen dabei, die Anfrage von Anfang an korrekt einzuordnen und an das richtige Team weiterzuleiten.
Antworten wiederverwenden
Jede beantwortete RFI kann der Ausgangspunkt für einen neuen Knowledge-Base-Artikel sein. So entsteht Schritt für Schritt eine wertvolle Wissensbasis.
Request for Information-Anfragen werden im Service Management häufig unterschätzt. Dabei liefern sie wertvolle Einblicke in den Informationsbedarf der Organisation.
Eine klare RFI-Kategorie sorgt für bessere Priorisierung, schnellere Antworten und eine kontinuierlich wachsende Wissensbasis. Damit verbessert sie nicht nur die Effizienz der Support-Teams, sondern auch die Serviceerfahrung der Anwender.
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